Das Jahr 2006 war bis jetzt ein sehr erfolgreiches Jahr für die Black Metal Szene. Es sind wahre Kunstwerke erschienen und viele gute bis sehr gute CDs im Black Metal Unterground. Die Bestätigung hierfür gibt uns auch die zweite CD "Kreuzlaub" der Deutschen Formation "Creature". All die jenigen denen Creature ein Begriff ist werden feststellen das die neue CD nicht mehr so melodisch daher kommt wie das Debüt. Die Stücke sind allesamt sehr unterschiedlich in ihrer Art und Instrumentierung, was das ganze interessant macht sind die plötzlichen wechsel von Ruhig/leise zu agressiv/laut. Das Schlagzeug sowie die Gitarren sind stets present und dominieren durch die ganze CD hindurch! Man merkt auch die Verbesserung zur ersten CD!
Von den neuen Stücken der CD, wirken besonders "Oskorei" sowie "Heidenzorn" am interessantesten und gehen gut ins Ohr. Mann könnte diese zwei Lieder gut mit anderen Stücken bekannter Bands der Szene vergleichen die geschichte geschrieben haben. Wenn alle Stücke diesen Standart hätten, wäre diese CD heute als Kunstwerk in der Szene anerkannt. So bleibt abschließend zu sagen, das "Kreuzlaub" eine sehr gute CD geworden ist.
Interregnummusik/Online Radio
"Der Tag der Rache, ist der Tag der Freiheit" CREATURE sind Prediger gegen das Christentum und Verkünder der Erlösung. Mit "Kreuzlaub" hat die Band ein vehementes Bekenntnis zur Religion unserer Vorfahren abgelegt. In diesem Zusammenhang wir nicht gerade zimperlich mit den Jesus-Gläubigen Kreaturen verfahren. "Engelmacher" ist dabei wohl der makaberste Text, als Nordmänner eine Kirche stürmen, dem Priester den Rücken zerhacken, die Lunge herauszerren und diese wie zwei Engels-Flügel ausbreiten. Lyrisch eine Meisterleistung dürfte "Morbus-Humanitas" sein. Hier wird deutlich, daß wir Menschen äußerst bedauernswerte Wesen sind: "Aus Erde geschaffen, in Schuld empfangen, zur Strafe geboren, tut der Mensch Böses, was er nicht soll, Verwerfliches, was sich nicht ziemt, Nutzlosen, was sich nicht lohnt, wird er Nahrung für das Feuer, Köder für den Wurm, ein Haufen Dreck." Musikalisch ziehen CREATURE ein Vielzahl von Register. Prinzipiell im Black Metal verhaftet, klammert sich die Band nicht an Blast-Attacken oder hymnische Weisen. Wechsel zwischen schnelleren Parts, Midtempo-Momenten und getragenen Melodien finden sich unentwegt. Manchmal werden dabei allerdings wirklich gute Stellen zu früh beendet, ohne daß sie wiederkehren. Aus dieser Sicht dürfte das epische Acht-Minuten-Stück "Oskorei", das nahtlos in "Ausklang Hiems Mortis" übergeht, das beste auf dem Album sein, da es am klarsten strukturiert ist und obendrein mit einer starken Melodie aufzuwarten weiß. "Kreuzlaub" ist ein Album für den mehrfachen Gebrauch. Man kann bein dritten oder vierten Mal immer noch Teile entdecken, die einem zu Beginn noch entgangen sind. Und die Songs werden mit der Zeit immer schöner.
Nemesis/Print Magazin(Ausgabe 7)
CREATURE haben als sehr durchschnittliche Black-Metal-Band begonnen, konnten sich bis zu "Kreuzlaub" aber erstaunlich steigern. Die Deutschen verstehen es anno 2006 nicht nur zu bolzen, sondern auch im richtigen Moment zu bremsen. Dadurch gelingt es Ihnen Atmosphäre zu erschaffen, ohne auf Keyboards zurückzugreifen. Vielmehr werden Akustikgitarre und melodische Leads genutzt, bevor der Black-Metal-D-Zug wieder weiterrauscht. Die Mischung macht`s bei CREATURE. Ich finde sogar, dass ihnen die langsamen und melodischen Parts besser zu Gesicht stehen, als die Raserei. Ich habe es schon vor Jahren gesagt: Black Metal lebt von unterschwelligen Melodien, Harmonien und Atmospähre. CREATURE haben das auf "Kreuzlaub" gut umgesetzt. Auch zu hören auf beiliegender Krachsammlung!
Ruhrmetal/Webzine
Creature sind mir keine Unbekannten und auch freute ich mich auf das neue Album "Kreuzlaub", aber es konnte leider nicht die Erwartungen erfüllen welches der Vorgänger "Der Ursprung" stellte. Das Album beginnt mit einem sehr elektronisch gehaltenen Intro "Einklang", welches nahtlos in den ersten Song "Tag der Rache" übergeht. "Tag der Rache" ist ein nettes, rasendes Black Metal Stück mit einer ruhigen Passage in der Mitte, worauf wieder eine schnelle Passage folgt. Die Gitarren spielen recht abwechlungsreiche Melodien, leider muss man sehr genau hinhören da die Drums sehr laut sind. Der nächste Song "Engelsmacher" beginnt im mittleren Tempo, welches dann im Laufe des Songs erhöht wird, man scheint den ganzen Song über bemüht abwechslungsreich zu sein, die Melodien sind teilweise auch ganz nett. "Heidenzorn" - hier merkt man, dass es sich um einen alten Song handelt. Er ist nicht so schlagzeugüberladen und wirkt frischer. In der Mitte ist wieder ein ruhiger Part mit Schlachtenlärm, bevor das eigentliche Lied weitergeht. Noch erwähnenswert sind die Chöre gegen Ende, welche einfach super zum Lied passen. Der fünfte Track mit dem heiteren Titel "Morbus Humanitas (Über Das Elend Des Menschlichen Daseins)" ist ein wenig komisch, besonders wegen dem seltsam anmutenden Mittelpart, bei dem der Sänger ein "Duett" mit einer klaren Stimme hat, sonst ist der Song recht schleppend mit seiner Länge von 8 Minuten, der kleine Basspart und die Trompete(?!) gegen Ende retten den Song aber noch mal. Ich bin schließlich beim Titelstück angelangt, welches mit äußerst geilen Gitarrenmelodien beginnt, in der Mitte zieht die Band das Tempo an und der Sänger wechselt ab und an die Stimme(hoch und tief), allgemein ist das Lied von Tempowechseln geprägt. Da hat man sich aus der Klischeekiste bedient" Kelch der Dunkelheit" der kürzeste Track, schon fast nach gewohntem Schema wechseln sich die Tempi.mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen zu dem Song. Der letzte wirkliche Track vor dem Outro "Oskerei", was soll ich groß zu dem Song sagen? Typisch Creature halt! Dabei ist er weder schlecht, noch besonders herrausragend. Das Outro "Ausklang - Hiems Mortis" finde ich sehr gelungen atmosphärisch, ruhiges Gitarrenspiel, eine Erzählerstimme im Hintergrund und Gekrächze, bis das Lied schließlich langsam leiser wird und verstummt.
Fazit: Kein schlechtes Album was Creature hier abgeliefert haben, aber nicht so gut wie der Vorgänger. Stellenweise ist das Album einfach langweilig, aber die positiven Aspekte sind doch in der Überzahl, wobei ich für dieses Album mehrere Anläufe brauchte und mich zu einer guten Bewertung entschloss.
Souburner/Webzine
Ein Vorteil, Redakteur bei einem Onlinemagazin zu sein, ist die Tatsache, dass man sich so auch mit Bands und Alben beschäftigt, denen man sich aus eigenem Antrieb wohl eher nicht zugewandt hätte. So ging es mir mit "Kreuzlaub", dem zweiten Album der Pagan-Black-Metaller von Creature. Und in diesem Fall, das kann ich schon vorwegnehmen, wäre mir wohl eine gelungene Scheibe entgangen. Creature wurden 1997 in Plüderhausen/Stuttgart gegründet und konnten sich mit zwei Demos, ihrem Debut "Der Ursprung" und jeder Menge Auftritte einen gewissen Bekanntheitsgrad erspielen. Auf der Titelseite der Presseinfo findet sich der Begriff "Pagan-Black-Metal", und der ist als Bezeichnung für die Musik, die dem geneigten Hörer auf "Kreuzlaub" präsentiert wird, absolut treffend. Wer jetzt bei dem Begriff "Pagan" an von lustigen Keyboardmelodien dominierte Musik mit feucht-fröhlichen Texten denkt, sei gewarnt: mit diesem (Zitat Kollegin Sina) "Met Metal" hat das vorliegende Album nicht viel gemeinsam. Dafür gibt es hier Black Metal, der sowohl aus melodischen Midtempo-Parts als auch aus aggressivem Geknüppel besteht. Daneben wird das heidnische Grundkonzept des Albums durch vereinzelte Akustikparts und klaren Gesang musikalisch immer mal wieder aufgegriffen. So verleiht die Band ihren Songs eine gewisse Atmosphäre und sorgt gleichzeitig für Abwechslung. Dabei wird auf den Einsatz der mittlerweile genretypischen Keyboards verzichtet, dafür gibt es am Ende von "Morbus humanitas" eine für Black/Pagan Metal untypische Trompete zu hören. Wirklich merkwürdig ist allerdings der "Einklang", denn dieser besteht aus einer Ansammlung von verzerrten Geräuschen und menschlichen Schreien und kann allenfalls mit "Krach" bezeichnet werden. Was die Band damit ausdrücken möchte, erschließt sich mir nicht wirklich. Ein Pluspunkt des Albums ist die kräftige, aber variable Stimme von (mittlerweile Ex-) Kreischer Tobias, die jederzeit klar und verständlich zu vernehmen ist. Generell kann man dem Album einen rauen, aber dennoch klaren Sound bescheinigen. Textlich widmet man sich dem Heidentum und dem Hass auf das Christentum. Textzeilen wie "Kreuzlaub bedeckt die tote Erde/geschlachtet ist die Gottesherde/der Schafe Fell getränkt von Blut/der Hirte fand am Kreuz den Tod" aus dem Titelsong sprechen für sich. "Kreuzlaub" kann man, wie schon zu Beginn gesagt, durchweg als gelungen bezeichnen: Die Songs sind abwechslungsreich, es fehlt nicht an Atmosphäre und das Konzept wird musikalisch und auch textlich passend umgesetzt und zieht sich wie ein roter Faden durch das Album. Daher darf man als Anhänger dieser Musikrichtung ruhig mal ein Ohr riskieren. Anspielttipps: "Morbus humanitas" und "Kreuzlaub".
Final War/Webzine
War ich von "Der Ursprung" noch wenig begeistert, kann mich "Kreuzlaub" schon eher auf seine Seite ziehen. Der deutsche Black/Pagan Metal Fünfer hat ein Album mit vielen Tempowechseln, viel Dynamik und ausgefeiltem Songwriting vorgelegt. Insbesondere an den Gitarren gibt es viel zu hören. Oft ertönen sie hymnisch, anderenorts wiederum sehr rockig und hart. Stärker als zuvor bewegen sich CREATURE mit viel Freude an Genregrenzen. Facettenreich agiert ebenso das Schlagzeug, das mich besonders mit seinem Rattern bei schnellen Parts überraschte. Da wird ja mancher Death Metal Drummer blass vor Neid. Vielleicht hätte es manchmal etwas voluminöser ausfallen können, wodurch das Ganze noch mächtiger hätte klingen können. Mir gefallen trotzdem besonders die schnellen Auswüchse auf dem Album, gehen sie doch teils sehr ins Schwedische. Ein letztes Mal keift der markante Gesang Tobias Rubes verständlich und bösartig für CREATURE, da ein neuer Sänger bereits in den Startlöchern sitzt. Und dieser hat sich anscheinend, ganz gewieft und unscheinbar, mit der Illustration zu "Engelmacher" schon auf "Kreuzlaub" verewigt. Zu den neuen Titeln mogeln sich mit "Heidenzorn" und "Oskorei" Neuaufnahmen zweier alter Nummern, die auch zu den besten ihres Backkataloges zählen. Die Gitarren im erstgenannten Stück sind wohl das Ohrwurmhaftigste, das CREATURE je erschaffen haben. Die Plüderhausener müssen bloß aufpassen den Bogen nicht zu überspannen, denn opulente Hymnen wie "Morbus Humanitas" mit Trompete und klarem Gesang könnten dem geneigten Hörer vielleicht "too much" sein, zumal die Gestaltung des Albums gewöhnungsbedürftig ist. CREATURE-Freunde kennen diese Elemente allerdings bereits von "Der Ursprung" (dort sogar Cello), wozu "Kreuzlaub" durchaus straight und nordisch wirkt. Ich schreibe dies mit einer gewissen Distanz, weil ich mich selber nicht zu den Fans der Truppe zähle, ihr aber durchaus Eigenständigkeit attestiere. Bleibt also ein Album, das mit Vielseitigkeit und Melodien glänzen kann...
Fazit:
CREATURE konnten ihre signifikante Stilistik festigen und sie um einige Facetten bereichern. "Kreuzlaub" wird länger in meinem Gedächtnis bleiben als "Der Ursprung". Gutes Album.
Schwermetall/Webzine(Schweiz)
Die Germanen von Creature konnten mit ihrem "Der Ursprung" doch einen Grossteil der Stammesbrüder auf ihre Seite ziehen. Geändert hat sich seit diesem Werk nicht viel. Erneut wurden Christhunt Productions als Partner ausgewählt und erneut ziehen die Schwaben mit einem sehr dunklen, fast schwarzen Pagan Metal gegen den christlichen Gott und dessen Schäfchen in den Krieg. Natürlich wird nach wie vor auf die bereits bewährten Taktiken und Waffen zurückgegriffen. Das Kampfgeschrei handelt wie sollte es auch anders sein - vom gewaltsamen Priestermord, vom "Tag der Rache" und natürlich darf auch ein Text über Wotans wilde Jagd nicht fehlen. Natürlich, das ist Kitsch in Reinform! Trotzdem, und das muss man Creature positiv anrechnen, was so viele vor ihnen schon geschrieben haben, schaffen sie so auszudrücken, dass es dem Hörer beziehungsweise Leser bei weitem nicht so plump vorkommt, wie es aufgrund der ausgelutschten Thematik eigentlich müsste. Die stimmliche Umsetzung des Schriftgutes kann mich ebenfalls überzeugen. Teilweise erinnert die raue Stimme des Sängers an die von Lord Sabathan (Enthroned). Hauptsächlich wird ein aggressives Gekreische eingesetzt, aber auch die kurzen gesprochenen Passagen (sehr gut gemacht bei "Tag Der Rache" oder "Morbus Humanitas") tragen durch die Beschaffenheit von Tobias Stimmorgan ihren Teil zu einer dunklen Stimmung bei. Einen vielfältigen Reichtum an diversen Stimmungen bietet auch die Instrumentalisierung. So sind die Riffs von "Morbus Humanitas" von einer deutlich melancholischeren Art als die angriffslustigeren Melodien von "Oskorei" oder "Tag Der Rache". Ausserdem gibt es immer wieder nette kleine Besonderheiten in den sieben, recht langen Nummern, beispielsweise überrascht "Kelch Der Dunkelheit" mit einem fast rockig groovenden Teil oder den todmetallischen Growls am Ende des Stückes. Den ausgeprägten Hang zu melodischen Riffs hat dieser deutsche Fünfer trotz aggressiver Grundstimmung jedoch nicht verloren. Ein wenig Schade finde ich es deswegen, dass diese produktionsbedingt zu kurz kommen. Im Grunde ist das Klanggewand sehr transparent und die für eine Christhunt-Formation typische Ungeschliffenheit fehlt natürlich auch nicht, nur leider dröhnt das Schlagzeug in unnötig starkem Ausmasse. Bei den Bolzpassagen mag es ja in Ordnung gehen, wenn hinter dem Schlagwerk eine ordentliche Kraft steht, aber eben den Melodien schadet es ungleich stärker. "Kreuzlaub" ist also kein schlechtes Werk, das im Besonderen all jene anspricht, die gewillt sind dem einäugigen Gott auch auf eine etwas ruppigere musikalische Gangart Tribut zu zollen. Als Anspieltipps empfehlen sich "Tag Der Rache" und das Titelstück "Kreuzlaub". Wer an diesen beiden Sücken gefallen finden kann, wird auch mit dem gesamten Werk seine Freude haben. Schlechter als der (meiner Meinung nach überwertete) Vorgänger ist Kreuzlaub also nicht, deswegen können auch alle die wieder zugreifen, die den Ursprung für ein gutes Stück Pagan Metal halten.
Black Metal.AT/Webzine(Österreich)
Um es gleich vorweg zu sagen, Creature liefern mit ihrer neuen Heidenscheibe "Kreuzlaub" kein schlechtes Werk ab, eigentlich ist es ein sehr gelungenes Album geworden!. wären da nicht ein paar Kritikpunkte, die ich am Anfang aufzählen möchte.
Zum ersten beginnt die Scheibe gleich mit dem ersten, welcher sich "Einklang" nennt, dieser wurde zwar von Sabnock von Zorn hervorgebracht, doch hätten Creature lieber auf ihn verzichten sollen, denn da hätte es auch einfach ein Rauschen getan, so nichts sagend klingt der Einstand.
Da können die Jungs zum Glück mal nichts dafür, wofür sie aber was können, oder vielleicht stört dies ja auch nur mich, ist das, dass manche der Songs mit ihren zwar feinen aber doch zeitenweise zu sehr in die Länge gezogenen Melodien, einem einfach nach gewisser Zeit auf den Sack (um es mal schön auszudrücken…) zu gehen beginnen und man sich nur mehr fragt wann der Track endlich vorbei ist.
Doch bevor die Mannen sich aufmachen um mich ans Kreuz zu schlagen, komme ich mal zu den guten Aspekten von Kreuzlaub.
So liefern Creature ein facettenreiches, melodisches aber auch aggressives Album ab, welches vor allem durch die zahlreichen ineinander übergehenden Tempowechsel, welche keineswegs abgehackt klingen, sondern einen durchgehenden Fluss zu erzeugen wissen, glänzen kann.
Manchmal schafft es der Silberling sogar einen zu Überraschen, zum Beispiel wenn beim Stück "Morbus Humanitas" plötzlich eine Trompete erklingt, welche sich hervorragend ins Geschehen einzubinden vermag und dem Lied seinen letzten Schliff verleiht.
Auch der Gesang, welcher von typischem Gekreische, bis hin zu klarem Gesang variiert fügt sich mit einer teils energischen Kraft die schon an Besessenheit grenzt wunderbar ins "Kreuzlaub" ein.
Die Texte erzählen vom Heidentum (wie sollte es auch anders sein), den alten Göttern und dem Kampf gegen das Christentum?wobei ich hier besonders den Song "Engelmacher" ans schwarze Ohr lege. (lest ihn durch und ihr wisst warum, hehe)
Nun denn, nieder mit Christus und ich hoffe, dass die Mannen sich nicht noch mehr in ihren Melodien verlieren, denn dann sollten sie es schaffen, ihren Weg gegen die Pfaffen in Zukunft unter einem guten Stern zu bestreiten.
FAZIT:
Sie sind auf dem richtigen Weg, verlieren sich aber leider noch manchmal in ihrem Hang zur Melodie, was der Musik meiner Meinung nach die Knackigkeit raubt. Trotzdem keine schlechte Scheibe und für Leute die auf gute schwarzmetallische Heidenmucke stehen ist die Platte sicherlich ein Anspielen wert.
Metalspheres/Webzine
Schon mit den ersten beiden Demos konnte das Quintett ein paar Fans gewinnen, und das geschah schon damals nicht zu Unrecht. Mit dem starken Debütalbum "Der Ursprung", was vor knapp zwei Jahren erschien und bereits bei uns besprochen wurde, wuchs das Quintett dann aber schon zu einem der Aushängeschilder des deutschen Heiden-Black Metal. Live sowie auf Platte sind Creature einfach eine Macht und daran wird sich auch mit ihrem neuen Album "Kreuzlaub" garantiert nichts ändern. Die charismatische und recht leicht wieder zu erkennende Stimme von Frontmann Tobi hört man hier aber, zumindest was die Band Creature speziell betrifft, leider zum letzten Mal. Das ist zwar verdammt schade, denn auch der Gesang hatte einen großen Anteil am eigenständigen Sound der Deutschen, aber wenn es intern nicht mehr passt, muss man es natürlich so hinnehmen. Aber gut, es geht hier ja nicht um die zukünftige Entwicklung der Band, sondern lediglich um ihre aktuelle Veröffentlichung, und die ist wie angedeutet, sehr ordentlich ausgefallen.
Viel verändert hat sich seit dem ersten Album nicht. Der Sound ist ähnlich rau aber verdammt transparent ausgefallen, die Gitarrenarbeit weiß mit schmucken, ruhigen Melodien aber mit noch viel mehr sägenden Gänsehautriffs aufzuwarten und auch das Schlagzeug hat nichts von seiner ungestümen Rohheit eingebüßt. Auffällig ist auch wieder einmal die Länge der Songs, die sich im Durchschnitt etwas über der Sechs-Minutenmarke bewegt. Das lässt natürlich viel Spielraum für ausgeklügelte und abwechslungsreiche Songstrukturen, die die Band auch wie gewohnt verdammt gut auszunutzen wusste. Das trägt nicht nur dazu bei, dass das Album von Anfang an einfach total Spaß bereitet, nein, "Kreuzlaub" kann auch immer wieder im CD-Fach landen und offenbart nicht die Spur von Langeweile. Besonders die leicht modifizierten Demosongs "Oskorei" sowie "Heidenzorn" überzeugen einerseits durch kalte Härte, als sowohl auch durch Epik und eine Atmosphäre, die einen so in vergangene Zeiten katapultiert, wie es wohl kaum eine andere Band hinbekommt. Zwar sind die Texte sehr typisch und klischeereich ausgefallen, schaffen aber dennoch ein sehr klares Bild vor den Augen und bewegen sich klasse im Einklang mit der Musik. Und wenn mich das selbst als nicht wirklicher Pagan-Liebhaber anspricht, sollte das schon was heißen. Genial ist auch "Morbus Humanitas - Über das Elend des menschlichen Daseins", der einerseits mit acht Minuten den längsten, aber auch den nachdenklichsten Song darstellt. Jener fällt nämlich auch textlich etwas aus dem Rahmen und beschreibt eben das, was der Songtitel schon grob zum Ausdruck bringt. Auch "Engelmacher" mit seinen teils filigranen Riffs und! Ach mensch, eigentlich sind alle Titel auf ihre Art und Weise ansprechend ausgefallen. Einfach mal reinhören und sich packen lassen.
Summa Summarum gibt es für das Jahr 2006 sicher kaum ein besseres Release auf dieser Schiene, sodass man als Neuzeit-Heide bedenkenlos zugreifen darf… oder eigentlich doch viel eher muss!
Deadfall Radio/Webzine
Für mich stellt das Album "Kreuzlaub" den ersten Kontakt mit CREATURE dar, einer neuen deutschen Hoffnung am Pagan/Black Metal Horizont. Bei solchen Ankündigungen und den guten Kritiken die das Erstlingswerk einheimsen konnte, darf man dann ja schon mal wirklich gespannt sein. Noch kurz ein paar Worte zur Band bevor es ans Eingemachte geht. Die Ursprünge liegen in der Band Kreuzritter im Jahre 1997. Nach diversen Besetzungswechseln, zwei Demos und diversen Auftritten 2003 heuret man bei Christhunt Productions an. Dort wurde dann auch der erste Longplayer "Der Urspung" veröffentlicht, dem mit "Kreuzlaub" nun das zweite Album folgt.
Mit dem recht düster gehalten Intro "Einklang" wird das Werk von leichtem Glockengeläut und etwas, das nach stark elektronisch verzerrten Hammerschlägen klingt, eingeläutet. Hinzu gesellen sich dann kehlige Laute die den Übergang zum ersten eigentlich Stück der Scheibe bilden, betitelt als "Tag Der Rache". Ja so lasse ich mir das gerne gefallen, direkt wird eine gewisse Stimmung erzeugt und mit etwas Fantasie wird auch direkt klar was CREATURE hier als Marschroute vorgeben. In Verbindung mit dem Cover und den Lyrics wird schnell klar das man im Namen der alten Götter gegen die Christianisierung ins Feld zieht und ein Titel wie "Tag Der Rache" passt da natürlich bestens in Bild. Mit rasendem Drumming, hasserfülltem Gekeife, und schneidenden Gitarren geht es hier zu Werke. Seitens der Band ist man sich jedoch wohl auch durchaus bewusst das alleine stumpfes Geknüppel schnell langweilig werden kann und so setzt man auf recht geschicktes Wechselspiel im Klangbild. Mit durchaus recht groovigem Schlagwerk, sehr melodischem Gitarrenspiel und sich passend dazu einflechtenden Gesangspassagen, als Kontrastprogramm zu purer Agression.
Der etwas seltsam anmutende Titel Engelmacher kommt dann mit einer wirklich schönen Melodie daher, die sich einfach sofort in den Gehörgängen festsetzt. Wer jetzt bei einem Wort wie "schön" oder gar "Melodie" denkt die Band würde hier die Pfade der finsteren Klangwelten verlassen, der täuscht sich. Hier stehen sich melancholische Passagen und hasserfüllter Gesang gegenüber. Dieses Konzept kommt dann auch bei "Heidenzorn" zum Einsatz und das Heidenvolk bläst zum Sturm, die Christenheit darf sich warm anziehen. Die alten Götter werden um Unterstützung in der Schlacht gebeten, mächtige Trommeln begleiten den Kampfeslärm und die Mannen gröhlen die Schlachtenhymne. Dieser Song stellt übrigens eine Neuvertonung des Tracks dar, denn er wurde bereits auf der gleichnamigen Demo veröffentlicht. Nun folgt mit "Morbus Humanitas (Über das Elend des menschlichen Daseins)" der, mit gut acht Minuten längste Track des Albums. Im Gegensatz zu dem vorherigen Material, stellt der Track schon beinahe eine Ballade dar und bietet durch die etwas ruhigeren Songstrukturen wohl einen etwas leichteren Zugang. Des Weiteren setzt man hier auch auf das Stilmittel einer Art Erzählerstimme, was sich durchaus passend mit dem Konzept des Songs vereinbart. Durch seinen etwas melodischeren Charakter, seine Länge und eben diesen Erzähler bekommt das ganze nun auch einen Hauch von Epik, was sich bestens ins Gesamtbild des Albums einfügt. Auch der Bass darf hier mal eine tragende Rolle spielen, was im Black/Pagan Metal Bereich ja eher eine Seltenheit darstellt. Der geniale Übergang hin zum Spiel eines Blasinstruments lässt den Song dann langsam auslaufen, wirklich gelungen.
Nun kommt mit dem Titeltrack erneut ein Song der seiner Rolle gerecht wird. Wie auch zuvor werden hier Passagen der härteren Gangart mit etwas ruhigeren gepaart. Ähnlich wie auch "Engelmacher" kommt der Track etwas aggressiver daher, als z.B. ein "Heidenzorn". Wenn Letzterer der Song wäre, um das Heer in die Schlacht zu rufen, dann spiegelt "Kreuzlaub" das Blutvergießen an sich wieder, mit beinahe heroischen anmutendem Ende. Doch es ist noch längst nicht alles vorbei, denn mit "Kelch Der Dunkelheit" feuert man auch weiterhin aus allen Rohren. Auch wenn der Song keineswegs schlecht ist, finde ich ihn, im Vergleich mit den restlichen Stücken des Albums, dann doch schwächer. Die Vocals setzen sich nicht so ganz im Ohr fest, die Melodie ist nicht so prägnant, erst nach gut der Hälfte kommen Elemente hinzu, die den Song dann doch etwas mehr Eigenständigkeit verleihen. Ganz im Gegensatz zu "Oskorei" der sich sofort durch das Spiel von Akustikgitarren hervorhebt. Wie auch zuvor schon bei "Morbus Humanitas" stößt der Song beinahe an die acht Minuten Grenze, ist aber nicht ganz so stark in seiner Gestaltung. Zumindest zu Begin muss man der Produktion des Albums etwas Tribut zollen, denn das Saitenspiel klingt etwas zu schwammig. Was bisher nicht wirklich so stark ins Gewicht gefallen ist, tritt dann hier doch mal etwas stärker ans Tageslicht, wenn man den Gitarren etwas mehr das Feld überlässt. Erst im Verlaufe des Songs kommen sie wieder zu alter Stärke zurück und wissen zu überzeugen. Trotz des passenden Akustikparts zu Beginn konnte mich auch "Oskorei" nicht so sehr überzeugen wie das Material zuvor. "Ausklang - Hiems Mortis" stellt, wie der Name schon andeutet, den letzten Song dar. Er zeichnet sich dadurch aus das die Lyrics hier gesprochen und als eine Art Hall im Hintergrund wiederholt werden. Untermalt von recht ruhigem Spiel der Instrumente und krächzenden Vocals. Gerade an die Idee die Lyrics hier wider von einer Art Erzählerstimme vortragen zu lassen muss man sich hier doch erst mal gewöhnen.
Fazit: Die Scheibe kommt mit einem starken Beginn und einem sehr überzeugenden Mittelpart daher. Gerade Songs wie "Engelmacher" und "Heidenzorn" konnten mich überzeugen. Gegen Ende lassen CREATURE dann aber meiner Meinung nach etwas zu sehr die Zügel schleifen. Die Produktion an sich könnte noch ein wenig druckvoller daherkommen. Diese leichten Mängel führen dann letztendlich zu guten acht Punkten und machen auf jeden Fall Lust auf mehr. Den Titel neue deutsche Hoffnung im Pagan/Black Metal Bereich tragen CREATURE also durchaus zu recht, wenn sie ihn sich auch mit anderen Bands teilen müssen. Vorbildlich übrigens die Promoarbeit, denn so einen ausführlichen Promoflyer sowie das komplette Album als Digipack bekommt man selten. Es hilft aber dann doch schon mal ungemein sich einen besseren Eindruck machen zu können wenn auch die Texte beiliegen, um das Gesamtbild eines Albums gänzlich verinnerlichen zu können. Daumen hoch sage ich da nur!
Metal1.info/Webzine
CREATURE sind spätestens seit "Der Ursprung", ihrem Debüt, keine Unbekannten mehr. Man bekam 2004 vielerorts Belobigungen ausgestellt für ein gelungenes Album. 2006 nun sind sie zurück mit "Kreuzlaub". Die Marschrichtung wie gewohnt heidnisch und voller Abscheu gegenüber dem Christentum und seinen Gefolgsleuten.
Das Intro klingt sehr gewöhnungsbedürftig und ist sehr schwach gestaltet, da die Kunst im Chaos versinkt. Es gibt vielerlei Einklänge, die unterschwellig Hass und Schmerz in sich tragen, doch ist das hier einfach schlecht gelöst worden. Dafür ist übrigens Sabnock von Zorn verantwortlich und so klingt "Einklang" auch, neutral gemeint. CREATURE legen ansonsten in bekannter Manier los. Guter Gesang, dem Verachtung und Leid wirklich impliziert wurden, von denen die Rede ist. Die Melodien ähneln prinzipiell dem Vorgänger (auch wenn hier kein epischer sondern roherer Black Metal geboten wird), großartige Verbesserungen sind kaum zu vernehmen. Freilich sind die Riffs und dergleichen auf "Kreuzlaub" nicht schlecht, man hatte sich nach dem Debüt aber wohl mehr erhofft. Dem Bass wurde vereinzelt Freiraum gelassen, sowas ist in der Regel immer brauchbar bis famos. Zudem schafft es das Quintett ab und an das Tempo herauszunehmen um einen melodischen Part einzustreuen oder das Lied in eine andere Richtung laufen zu lassen. Das alleine ist noch keine Leistung, die Band bewältigt dies aber ohne störende Übergänge, sie löst diese Aufgabe einfach aber gut. In "Morbus Humanitas" kommt gar eine Trompete zum Einsatz, was zunächst für Verwunderung sorgen mag, zumindest ein Aufmerken verursacht. Jedoch weiss sie zu gefallen, zumal sie wunderbar in das Lied hineinpasst. Doch bei allen positiven Erkenntnissen gibt es auch negatives zu entdecken. "Kreuzlaub" ist eine solide, gute Scheibe, sie vereint viele interessante Aspekte in sich. Doch manchmal verflacht jegliches Gefühl beim Hören, die Musik scheint fernab der Wahrnehmung, sie will den Hörer nicht so richtig erreichen, wirkt sogar in raren Momenten uninspiriert. Empfehlenswert sind vor allem "Engelmacher", "Heidenzorn" und "Oskorei". Ersteres glänzt durch gelungene Riffs und eine sehr starke Sangesleistung, Tobias kreischt nämlich teils sehr atmosphärisch. Was "Heidenzorn" ausmacht, das dürfte wohl jedem CREATURE-Kenner klar sein, darum beschreibe ich das Stück auch nicht weiter. "Oskorei" ist abwechslungs- und facettenreich, symbolisiert die Einheit, welche von den verschiedenen Tempi und dergleichen von CREATURE, herrührt. Folglich ein mustergültiges Lied.
Für meine Belange hat die Qualität abgenommen, im besten Falle stagniert sie. Ob CREATURE an den doch sehr hohen Erwartungen gescheitert sind, möglich wäre es. Dennoch lässt sich festhalten, dass "Kreuzlaub" gelungen ist. Das Album vereint eine Anzahl an famosen Riffs und Melodien in sich, es weiss zu gefallen und ehrlich gesagt überzeugt es größtenteils sogar. Die vergleichsweise hohe Wertung kommt dadurch zustande, dass die Gruppe einfach klasse Melodien kreiert, sie besitzt musikalisches Gespür, wie die vereinzelten Arrangements aufzeigen. Dieser Umstand ist allgegenwärtig, nahezu greifbar. Genau das kaschiert die zu kurz gekommene Atmosphäre recht gut, deshalb:
Metal Recensionen/Webzine(Schweden)
De ilskna gossarna i Creature från Tyskland landar med sin andra skiva Kreuzlaub och det Svenska folket är nog de inte speciellt bekanta med detta band. Personligen har jag aldrig hört talas om dem, bara ett annat tyskt band vid samma namn (obs ingen koppling till detta band). När jag märker att alla titlar och texter är på deras modersmål så kan jag inte låta bli att få lite negativa tankar. För visst fan ska inte BM vara på brölat på tyska? Introt "Einklang" spär knappast på förväntningarna, snarare sänker dem ytterligare. Lite industriellt oljud med lite svartmetallskrik i bakgrunden består den av, som tur är så existerar den enbart i en och en halv minut. Tur är också att de allra flesta cd-spelare är utrustade med en Forward knapp. "Tag Der Rache" öppnar i ett rasande tempo med flinkt gitarrspel och smattrande trummarbete. Tempot övergår ganska snabbt till ett lugnare och de allra första tyskspråkiga growlen hörs. Sången är inte speciellt originell utan det är en ganska vanlig och lättsam growl. Låten är, trots det för mig helt obegripliga texterna, riktigt bra. Jag gillar verkligen hur sången och gitarrerna gör sig tillsammans sen gillar jag också tempoväxlingarna i låten. "Engelmacher" blir lite grann av en besvikelse då den inte är i närheten lika bra som det tidigare spåret. De fina samarbetet mellan de olika musikaliska delar verkar inte finnas där längre och tempoväxlingarna är som bortblåsta. Nu håller den sig till ett ganska snabbt tempo med viss tendens till medel hållet i mellan åt. Dock så finns det en del små guldkorna man kan gotta sig i, t.ex. riffen och trumspelet mot slutet och de rätt läckra skriken/ropen av sångare Tobias Rube. Snabba spåret "Heidenzorn" ger den första riktiga refrängen och den är faktiskt riktigt bra! Enkel och jäkligt chatchig, ungefär som refränger ska vara. Låten är för övrigt också mycket bättre än det tidigare spåret "Engelmacher". Även fast jag kan tycka att det blir lite jobbigt med de hypersnabba trummorna som resterande gänget inte verkar kunna följa. Den ledande gitarren ligger allt som oftast och gnolar på ett medeltempo samtidigt som trummorna försöker spränga nya snabbhetsbarriärer. Då var det dags för låten med den längsta titeln och längsta speltiden, vad sägs som "Morbus Humanitas - Über Das Elend Des Menschlichen Daseins" med sina åtta minuter och två sekunder. Tempot är växlande vilket jag verkligen gillar och trummorna och gitarrerna låter mycket mer samspelta. Låten får också en stor stjärna för det grooviga partiet med bassolo. Vi finner även lite ren-sång och ja... trumpeter!Det som talar emot för den här låten är att man måste ha en ganska hög koncentration och ork för att kunna uppskatta den. Titelspåret innehåller ganska så vass ledande gitarr och en refräng som påminner väldigt mycket om den på "Heidenzorn". Annars är det precis som vanligt bortsett från att det finns med lite tyngre och mörkare sång som jag allt som oftast gillar, och så även den här gången. "Kelch Der Dunkelheit" öppnas läckert med marschtrummor och övergår sen till det vanliga snabba tempot. Tempot har sina växlingar genom låten men det mesta börjar kännas lite repetitivt och små tråkigt. Näst sista spåret "Oskorei" är väl det närmaste man kommer till en Creature-ballad... I alla fall från början, sen återgår man till det vanliga tempot och allt känns väldigt likt det som spelats tidigare, fast något sämre. Sista låten "Ausklang - Hiems Mortis" är ett slags outro med en vanligt pratande sång med lite lätt growl i bakgrunden. Den är mycket bättre än introt tack vare gitarren och trummorna, sången har jag dock inte mycket till överst för. Det är hur som helst ett ganska så bra sätt att sluta den här skivan på. Så vad ska man säga? Tyska lyriken gick rätt så bra, men jag står orubbligt fast vid att Black Metal skall göras på Engelska, Norska eller Svenska. Men usch så tråkigt och enformigt ifall det nu bara var så! Band som Creature får hemskt gärna dyka upp med tyskspråkig svartmetall. Skivan i säg tycker jag är något ojämn och även låtarna kunde vara väldigt ojämna. Briljans blandas med lite demokänsla (no offence!). Det som jag stör mig mest på är hur dåligt samspelta de verkar vara. Trummorna kör sitt race, gitarrerna sitt osv. Men ibland så blixtrar de till och allt verkar supertajt och samspelt. Musikalisktsätt tycker jag att det låter väldigt svenskt om man bortser ifrån lyriken förstås. Det är också väldigt melodiöst och den ledande gitarren spelar en enormt viktig roll i deras musik och när den brister vissa gånger låter det rätt tafatt. Men låtar som "Heidenzorn", "Tag Der Rache" och titelspåret gör skivan ändå rätt bra.
Myrrthronth/Webzine
Creature aus dem schwäbischen Plüderhausen schleudern unter tätiger Mithilfe ihres Labels Christhunt Productions das zweite Album heidnischen Black Metals in die gierigen Hälse der von Met befeuchteten und von Fell umschlungenen Heiden und Sympathisanten. "Kreuzlaub" heißt das gute Stück und optisch hat man sich dabei mit einem schmucken Digipack ordentlich ins Zeug gelegt. Der aus dem Titelstück stammende Vers "Zerfallen ist das Christentum; Zu Staube ward auch Gottes Sohn" macht klar, dass man sich mit diesem Werk unter der Christenheit ein paar Feinde machen möchte. Neun Tracks werden in die Waagschale geworfen, unter denen sich neben Ein- und Ausklang zwei Stücke befinden, die bereits auf dem zweiten Demo "Heidenzorn" zu hören waren.
Klanglich kommt man nach einem schönen noisigen Intro gleich zur Sache und verwundert den Schreiberling, ob dessen Stereokanäle einen Wackelkontakt haben oder nicht. Danach wird klargestellt, dass man mit der Drohung, melodiösen Black/Pagan Metal zu spielen, nicht gelogen hat. Die in deutscher Sprache gehaltenen Lyrics werden von leichten, nicht zu verspielten Dur-Tonfolgen untermalt. Dem Sänger kann man attestieren, einen guten Job gemacht zu haben, denn die feinen Vocals kommen gleichzeitig aggressiv und verständlich aus den Boxen gerömert. Klarer Gesang zur Unterstützung des heidnischen Grundtenors ist ebenfalls zu finden. Der Knüppel wird hier nicht so oft aus dem Sack geholt und es dominieren in Summe eher die Midtempo-Elemente, was sich zu Zwecken des Verständnisses unter den Vocals ganz gut macht. Dass man auch rhythmisch zu Werke gehen und durchaus überzeugen kann, beweisen die Enden von "Engelmacher" (welches einene sehr schöne lyrische Endsequenz besitzt) und "Heidenzorn". Dabei schafft es vor allem die Rhythmusbrigade, dass diese langsameren Elemente nicht langweilig daherkommen.
Akustische Elemente und ein recht lauter, spielfreudiger Bass sind ebenfalls zu hören, welche sich in das melodiöse Gefüge recht gut eingliedern. Das Wechselspiel zwischen den verschiedenen Tempi und akustischen Passagen kommt durchdacht und stimmig rüber. Häufiger beschleicht mich jedoch ein bisschen Unbehagen, da die zu hörenden Melodieelemente der Gitarrenfraktion ein wenig zu einfach gestrickt sind und sogar für Laien recht nachvollziehbar wirken. Anteilig sind die Lead- bzw. Soloparts recht nervig ausgefallen. Vor allem "Morbus Humanitas" bietet durch seine quietschende Gitarre leichtes Kopfschmerzpotential.
Mit insgesamt 50 Minuten Spielzeit kommt "Kreuzlaub" daher. Eigentlich nichts Verwerfliches, nur habe ich bei manchen Liedern das Gefühl, dass zum Ende hin ein paar Riffs weniger die bessere Alternative gewesen wäre. Ansonsten geht das Album in Ordnung und man darf gespannt sein, was aus dem schwäbischen Lager noch für Zornesmelodien ertönen.
Klasma Zine/Printed Zine
Dieses Album hätte ich von CREATURE nicht erwartet. Nicht, nachdem ihnen mit ihrem Debüt ein derartig starkes Album des Pagan/Black Metals gelungen war. Wie weit hätten sie sich auch noch steigern sollen? So, ihr erwartet jetzt einen Verriß? Ihr seid auf dem Holzweg! Denn CREATURE haben mit "Kreuzlaub" keinen Longplayer der Marke "Der Usprung (plus fünf Prozent)" erschaffen. Zugegeben, die Release-Party in Plüderhausen ließ mich noch etwas kritisch dreinblicken. Vielleicht lag´s an der kleinen Hütte, deren Sound dieser Scheibe nicht gerecht werden kann. Jetzt also in gemütlicher Runde vor den heimischen Boxen. Schon das Intro "Einklang" ist so ganz anders. Klingt mehr nach der Filmmusik eines Alien- oder Terminator-Sequels. Dies ist die Einstimmung auf sehr andersartiges Material. CREATURE machen trotzdem immer noch tiefschwarzen Pagan Metal. Vor allem Metal und Black. Allerdings vermeiden es die Gebrüder Mörstedt (Sebastian git + Thomas bass), Noch-Sänger Tobias Rube, Gitarrist Marco Praher und Schlagzeuger Gregor Laschczok fast komplett, das Epische, Majestätische der Vorgänger-Scheibe weiterzuführen. Bestes Beispiel dafür ist das neu eingespielte "Heidenzorn" vom gleichnamigen Demo. Der Kontrast zu den sechs neuen Tracks ist gewaltig und erstaunlich. Und mir gefällt das außerordentlich gut. CREATURE sind düsterer, noch bösartiger, wesentlich rauher und gehen in Richtung alter norwegischer Black-Metal-Bands. Stellenweise ist der Fünfer richtig abgedreht. Da kommen Sachen, die sind so überraschend, daß man kaum noch glauben möchte, daß das CREATURE sind. Sie sind es. Und besser als je zuvor. Den "Tag der Rache" zu Beginn könnte man durchaus noch als typisch für die Band bezeichnen. Melodisches Midtempo mit leichter Erhabenheit und gelegentlichen Doublebass-Attacken. Doch schon bei "Engelmacher" kommen erste Dissonanz-Stellen auf. Schnelle Tempowechsel und kratzende Gitarren bestimmen desweiteren den Song ebenso wie der extreme Kreisch-Gesang, besonders im Refrain. Die letzten zwei Minuten werden gar von Death-Metal-Riffing im Stakkato beherrscht, das schließlich in stumpfem Saiten-Gezerre endet. "Morbus humanitas (Über das Elend des menschlichen Daseins)" ist mit seinen acht Minuten der längste Track und erinnert vom Rhythmus und Aufbau her an "Einbruch der Nacht über Midgard" vom Vorgänger-Album. Die Bass-Gitarre spielt eine hervorragende Rolle. In der Mitte gibt?s ein leicht disharmonisches Stakkato-Interlude, das in einen schleppenden und quälenden Part übergeht. Dann dieser Bass, der von einem Trompeten(?)-Solo überlagert wird. Phantastisch! Der Titeltrack ist fast schon wieder konservativ, lebt aber von der Abwechslung beim Gesang und beim Tempo. Mit dem "Kelch der Dunkelheit" schlagen CREATURE scheinbar den Bogen zurück zum ersten Song. Aber hier ist das Songwriting direkter. Gelockert wird die Sache durch einen Part mit dunklem Sprechgesang und Akustikgitarre am Anfang und etwas Death Metal mit wabernden Gitarren am Ende. Mit Akustikgitarre startet auch "Oskorei". Der Song ist fast genauso lang wie ?Morbus humanitas...", ist aber weniger überraschend. Aber auch hier gibt es heftige Breaks und Tempowechsel, die einen dramatischen Aufbau garantieren. "Ausklang - Hiems mortis" ist kein Outro, sondern ein richtiger Song. Aber ein relativ ruhiger. Dominierend sind die klaren, gesprochenen Vocals, die im Hintergrund immer wieder von Screams begleitet werden sowie das melodisch-treibende Gitarren-Lead im Zentrum. CREATURE sind CREATURE, und doch ganz anders. Was soll ich noch sagen? Laßt euch von diesem Album berauschen!
Ancient Spirit/Webzine
CREATURE sind mit Sicherheit nicht nur bei mir einer der absoluten Geheimtipps der deutschen Black Metal-Szene. Bereits mit ihrem Debütalbum 'Der Ursprung' konnten die Schwaben etliche gute Kritiken einfahren - dies wird bei 'Kreuzlaub' kaum anders sein. Denn man hat einen ebenso starken Nachfolger veröffentlicht, der mit sieben Hymnen (plus In- & Outro) kaum majestätischer sein könnte. Eigentlich gibt es nicht viele Bands, die diesen Weg bestreiten. Pagan-Black Metal ist doch mittlerweile leider ein wenig ins Hintertreffen geraten, da die meisten Bands immer böser, schneller & härter spielen möchten. Dies haben CREATURE zum Glück nicht vor, man findet dafür etliche geniale Melodiebögen mit hang zur Gänsehautatmosphäre. Gerade die Midtempo-Parts haben auf 'Kreuzlaub' die meiste Durchschlagskraft, so dass sich die schnelleren Wutausbrüche sehr gut dazu ergänzen. Die fünfzig Minuten klingen doch sehr ausgefeilt und bei jedem erneuten Durchlauf erschließen sich neue Details, so dass man mit Sicherheit noch viel Freude mit dem Album haben wird. Der Silberling kommt übrigens im schmucken Digipack, welcher sehr gut aufgemacht ist!
Sounds of eternal war/Webzine
Es ist schon erstaunlich wie sich CREATURE, im positiven Sinne, seit dem Demo "Mysteria Germania" weiter entwickelt und perfektioniert haben. So ist auch Album Nummer Zwei "Kreuzlaub" wieder absolut klasse ausgefallen. Der größte Unterschied zu den bisherigen Werken von CREATURE besteht wohl darin das es bei "Kreuzlaub" ziemlich düster und rau zugeht und nicht mehr so hymnenhaft wie bei dem Vorgänger Album ?Der Ursprung?. Dies verdeutlicht sich wenn man den neu eingespielten Song "Heidenzorn" von der gleichnamigen MCD anhört, der auf "Kreuzlaub" vorhanden ist. Im Vergleich dazu wirken die neuen Songs wie zum Beispiel der Opener "Tag der Rache" oder der geniale Titelsong "Kreuzlaub" viel düsterer und brutaler. Vor allem bei "Tag der Rache" klingt der Anfang sehr nach norwegischem Black Metal- Geknüppel. Ganz verändert hat man den Klang dennoch nicht. So sind die typischen CREATURE- Melodien zum Beispiel bei dem Lied "Engelmacher" oder "Morbus Humanitas" noch vorhanden. Aber wie gesagt, so hymnenhaft wie zum Beispiel bei "Heidenzorn" geht es nicht mehr zu. Wie ich finde ist das zweite Album von CREATURE das beste was die Jungs bis jetzt veröffentlicht haben, und es wird ihnen sicher schwer fallen noch einmal so eine 100%ige Steigerung zu vollbringen. Aber ich habe ja auch schon bei "Der Ursprung" gedacht das man dieses Album nicht mehr toppen kann, so bin ich zuversichtlich was das nächste Album betrifft.
Fazit: CREATURE sind düsterer, rauer und noch perfekter geworden. Somit stellt das Album auch wieder ein Pflichtkauf dar.